Solarsiedlung am Schlierberg, Freiburg (D) [Projekt ID 087]
| Fertigstellung: | 2000 bis 2006 |
| Gebäudetyp: | Siedlungen |
| Standort: | Merzhauser Str. 177, 79100 Freiburg (Deutschland) |
| Internet: | http://www.solarsiedlung.de |
| Integrationsart: | Dach |
Mit der Sonne wohnen
Die Solarsiedlung in Freiburg besteht aus rund 50 Reihenhäusern, die alle als Plusenergiegebäude ausgeführt sind. Die Siedlung im Stadtteil Merzhausen wird zur Hauptstrasse hin von dem sogenannten Sonnenschiff flankiert, welches als Büro- und Verwaltungsgebäude einen Lärmschutz für die autofreie Solarsiedlung darstellt. Auf dem „Deck“ des Sonnenschiffes befinden sich neun weitere Penthauswohnungen. Den Kopfbau als Abschluss bildet das Gebäude des Ökoinstituts Freiburg. Alle Häuser sind aus Holz gebaut mit einer Dämmschicht von 30 Zentimetern. Große südseitige Fensterfronten mit dreifacher Verglasung fangen während der Wintermonate die Sonnenwärme ein. Der Restwärmebedarf wird über das Nahwärmenetz einer Holzhackschnitzel-Heizzentrale in die Gebäude gebracht. Im Sommer werden die Wohnungen durch die überstehenden Solardächer und Balkone vor Überhitzung geschützt. Die winddichten Häuser verfügen über eine jeweils raumbezogene einfache Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmeruckgewinnung. Auf Ihren Solarstromdächern erzeugen die Bewohner übers Jahr gesehen mehr Energie als sie im Gebäude verbrauchen.
Die Solarsiedlung am Schlierberg hat zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten.
Photovoltaik
Die Häuserzeilen wurden in den Jahren 2000 bis 2006 gebaut. Die zuerst erbauten sechs Häuser sind mit rahmenlosen Glas-Glas-Modulen in Schindeltechnik mit einer Neigung von 22 Grad eingedeckt. Beim Montagesystem handelt es sich um eine Sonderanfertigung. Hierbei wurden die Module in Schindeltechnik mittels Halteklammern auf senkrecht verlaufende IPE-Träger montiert, die mit dem wasserdichten Unterdach fest verschraubt sind. Die Module dienen nicht zur Abdichtung der Dachhaut.
Die Photovoltaikanlagen auf der letzte Häuserzeile und auf dem Sonnenschiff wurden mit dem Solrif-System installiert. Dafür werden Glas-Folien-Laminate auf drei Seiten von profilierten Rahmen eingefasst, die untere Kante bleibt frei. Die Rahmen werden während der Modulmontage ineinander geschoben und bilden so ein regendichtes Dach aus. An der Unterkante kann das Regenwasser ohne Hindernisse abfließen. Auch das Montagesystem aus Edelstahl für die Solrif-Module wurde auf IPE-Trägern befestigt. Alle Module wurden semitransparent ausgeführt, damit die beschatteten Balkonflächen optisch offener wirken.
Beispielanlage: Auf der 20 Meter breiten Häuserzeile mit drei Wohneinheiten wurden 23,1 kWp in Form von 154 Modulen installiert. Jeder Wohneinheit wird über einen eigenen Stringwechselrichter ein Teil der Anlage zugeordnet. Auf dem Sonnenschiff sind auf insgesamt 865 Quadratmetern 1020 Module mit einer Spitzenleistung von 112 kW installiert. Das Photovoltaikkraftwerk wird über einen gemeinsamen Datenlogger überwacht und kann per Modem kontrolliert werden.
- Architekturbüro:
- Rolf Disch, Freiburg
www.rolf-disch.de - SE-Consulting, Kandern:
- www.-se-consulting.de
- Integrationsart:
- Dach
- Ausrichtung:
- süd
- Neigung:
- 22°
- Deckungsanteil am Stromverbrauch:
100 %
- Bezeichnung:
- Sunnyboy 2000
- Wirkungsgrad:
- 96 %
- Hersteller:
- SMA
- Bezeichnung:
- Sunnyboy 2500
- Hersteller:
- SMA
- Anzahl Wohnungen:
- 59
Bitte senden Sie mir weitere Informationen zu diesem Projekt!